Broschüre zum Thema "Zwangsverheiratung" für Lehrkräfte Der Leitfaden ist eine Informationsbroschüre für Lehrkräfte an Schulen. Die Broschüre soll Lehrerinnen und Lehrer auf die Thematisierung von Zwangsheirat im Kontext der Schule vorbereiten und ihnen ermöglichen, gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie potenziellen Opfern die richtige Ansprache zu finden.
INITIATIVE GENDER AKTUELL zum Thema MIGRATION (ehemals Gendertage) Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt (BKA – Frauen) und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) fördert eine geschlechterreflektierte Auseinandersetzung zum Thema Migration und bietet themenspezifische Unterrichtsmaterialien, Hintergrundinfos, Beratungs- und Fortbildungsangebot, die ganzjährig abrufbar sind.
connecting people vermittelt und betreut Patenschaften zwischen ÖsterreicherInnen und minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Familie oder Angehörige nach Österreich kommen. Flucht bedeutet den Verlust von Familie, Freunden, Sprache und Heimat. Flucht entwurzelt und erschüttert. Sichere Beziehungen können helfen, Erlebtes zu verarbeiten und hier anzukommen.
Die Patenschaften sind als gleichberechtigte Beziehungen angelegt. Die PatInnen unterstützen die Jugendlichen beim Lernen oder bei Behördenwegen, schenken Vertrauen und Zeit, übernehmen Mitverantwortung, geben emotionalen Halt. Die PatInnen wiederum erhalten über die Jugendlichen Zugang zu ihnen bis dahin fremden Kulturen und Situationen. Damit schaffen die Patenschaften eine wichtige Voraussetzung für gelingende Integration.
In den Patenschaften lernen die Jugendlichen unterschiedlichste Rollenmodelle und Geschlechterrollen kennen, die teilweise stark von den in ihren Herkunftsländern üblichen abweichen. Die persönliche Beziehung in der Patenschaft schafft die Grundlage für die Jugendlichen, diese oft ungewohnten Zuschreibungen positiv zu erleben und in das eigene Weltbild zu integrieren.
connecting people wird vom BMASK durch eine Projektförderung unterstützt.
Weitere Infos auf www.connectingpeople.at
Fairness Award 2010: Schwerpunkt Geschlechtergerechtigkeit und Gender-Kompetenz Mit dem „Fairness Award“ werden gemeinsame Projekte von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern ausgezeichnet. Der Award ist ein sichtbares Zeichen, dass sich Fairness an der Schule auszahlt. Schulpartner, die sich besonders um ein geschlechterreflektiertes Miteinander an der Schule bemühen, sollten ihre Projekte unbedingt für den „Fairness Award 2010“ einreichen!
Mädchen und Burschen sollen dieselben Chancen zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Interessen und Le-bensperspektiven haben. Es ist Aufgabe der Lehrerin-nen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, alle Potenziale ihrer Persönlichkeit zu entfalten. Deshalb ist Gender-Kompetenz und Geschlechtergerechtigkeit in Projekten ein zusätzliches Entscheidungskriterium im „Fairness Award 2010“.
Waris Dirie Foundation Mindestens 150 Millionen Frauen auf dieser Welt wurden Opfer von weiblicher Genitalverstümmlung (female genital mutilation, FGM). Noch immer werden jährlich mindestens drei Millionen Mädchen in Afrika, Asien, aber auch in Europa, den USA und Australien genital verstümmelt.
Die Waris-Dirie-Foundation hat das Ziel durch Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit, Informationsveranstaltungen und Schulungen sowie durch Direkthilfe diesem Verbrechen ein Ende zu setzen.
„3rd Millennium Muslim Man" Der Verein „Frauen ohne Grenzen" führt mit finanzieller Unterstützung des BMASK die Studie „3rd Millennium Muslim Man" durch. Es handelt sich um ein aktionsorientiertes Forschungsprojekt zur Förderung des Verständnisses männlicher muslimischer und nicht muslimischer Jugendlicher in Österreich. Erfahrungen aus England, Frankreich und Deutschland werden einbezogen. Ziele dieses Projekts sind Perspektiven und Sichtweisen der jungen, männlichen Muslime in Österreich darzustellen; Vorurteilen zu begegnen und Ängste zu verringern und dadurch den Weg für einen ausgeglichenen interkulturellen Dialog zu ebnen; Sensibilisierungsprozesse in den Bereichen Selbstverständnis – Fremdverständnis zu schaffen, sowie den Abbau von gedanklichen Stereotypen und Islamophobie voranzutreiben. Die Studie wird 2009 fertig gestellt sein.