GM-Tipps. Gender Mainstreaming und Technik in den Pflichtschulen Im Schuljahr 2007/08 beteiligte sich die HS Braunau-Ranshofen an GeKoS. Im Rahmen von vielfältigen Unterrichtsprojekten und Fortbildungen setzten sich sowohl Schüler/innen als auch Lehrkräfte intensiv mit dem Thema auseinander. Die Schüler/innen konnten die Ergebnisse der Projekte anschließend vor Schülern und Schülerinnen der zwei kooperierenden Volksschulen präsentieren.Wie war die Ausgangslage für das Projekt? Die HS Braunau-Ranshofen hat vielfältige Vorerfahrungen mit Schulentwicklung. In den letzten fünf Jahren fanden verstärkt gezielte Maßnahmen zur Förderung des technischen Interesses von Mädchen statt. So nehmen die Mädchen am Projekt "Power girls" und an den Mädchen-Technik-Tagen teil und besonders begabte Mädchen engagieren sich bei Octobus, einem Begabungsförderungsprojket der HTL Braunau. Die HTL Braunau war es auch, die der Schule anbot, sich an einem gemeinsamen GeKoS-Projekt zu beteiligen. Der HS Braunau-Ranshofen war es wichtig, zusätzlich zur Zusammenarbeit mit der HTL Braunau, deren Projekt stark auf die Mädchen abzielte, ein eigenes Projekt zu starten, das auch die Burschen stärker miteinbezog. Welche Ziele verfolgte das Projekt? - Lehrkräfte und Schüler/innen sollen sich mit geschlechtsspezifischen Rollenbildern und Zuschreibungen auseinandersetzen
- Erkennen eingeschränkter Entwicklungsmöglichkeiten und Erweiterung der subjektiven Handlungsoptionen
- professioneller Umgang der Lehrkräfte mit dem Thema Gender
- den Blick vermehrt auch auf die Buben zu richten
Wer sollte mit dem Projekt angesprochen werden? Lehrkräfte, Schüler/innen und Eltern Kooperiert wurde mit der VS Ranshofen, der VS 1 Braunau und der HTL Braunau. Welche Maßnahmen wurden gesetzt? - Eine sechsköpfige Steuergruppe wurde etabliert.
- Gleich zu Beginn des Projektjahres befassten sich die Lehrkräfte in einer Konferenz mit Rollenbildern und Stereotypen.
- Schon seit vielen Jahren gibt es an der HS Ranshofen Projektunterricht. Die Stundentafel wird für vier oder fünf Tage aufgelöst und Lehrer/innenteams arbeiten jeweils mit einer Schulstufe. Die zweiten und dritten Klassen befassten sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit dem Thema Gender und bearbeiteten im ersten Semester das Thema "Typisch männlich – typisch weiblich?" und im zweiten Semester das Thema "Fähigkeiten haben (k)ein Geschlecht?".
- Im Laufe des Schuljahres fanden eine Reihe von weiteren Unterrichtsprojekten statt. So befassten sich die Schüler/innen des alternativen Pflichtgegenstand "Friedenserziehung und Kulturkunde" mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Europa und Afrika, wobei Verschränkungen zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht dargestellt wurden.
- Einige Lehrkräfte der Schule nahmen an Fortbildungsveranstaltungen der HTL Braunau teil.
- Weiters wurden gemeinsam mit den Partnerschulen und der PH Oberösterreich Fortbildungsveranstaltungen für die Lehrkräfte organisiert, an denen beinahe das gesamte Kollegium teilnahm.
- Die Information der Eltern erfolgte im Rahmen eines Elternabends zum Thema Gender Mainstreaming und Genderarbeit an der HS Ranshofen.
- Zur Einbindung aller Lehrkräfte führte schließlich der erstmals durchgeführte Gender Day im Juni 2008. Er bildetet den Abschluss des Projektjahres und sollte gleichzeitig vermitteln, dass dieses Jahr erst der Anfang einer langfristigen Strategie dargestellt hatte.
Was hat sich an der Schule durch das Projekt verändert? - Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung
- Gender Mainstreaming ist als Querschnittsmaterie in viele Bereiche eingeflossen.
- umfangreiche Vernetzung mit anderen Schulen
- Die Schüler/innen waren nicht nur Adressaten und Adressatinnen sondern konnten aktiv als Experten und Expertinnen tätig werden.
Kontakt Hauptschule Braunau-Ranshofen Pfalzstraße 15 5282 Braunau-Ranshofen s404062@lsr.eduhi.at schulen.eduhi.at/hs_ranshofen Schulleitung/Direktion: HD Peter Stollberger Projektleitung: Petra Silberbauer Schulbericht der HS Braunau-Ranshofen Bei Interesse an einem detaillierten Projektbericht kontaktieren Sie bitte die Projektleitung an der Schule. |